ADHS


Was tun bei ADHS?

Bewegung bei ADHS und hohem Bewegungsdrang

Viele Eltern kennen die Situation: Das Kind hat viel Energie, kann nur schwer stillsitzen, lässt sich schnell ablenken oder braucht lange, um nach aufregenden Momenten wieder zur Ruhe zu kommen. Besonders bei Kindern mit ADHS oder starkem Bewegungsdrang kann der Alltag dadurch herausfordernd sein.

 

Bewegung kann hier ein wertvoller Baustein sein. Sie ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung, kann Kinder aber im Alltag sinnvoll unterstützen. Vor allem dann, wenn Bewegung nicht als „Übung“ oder „Training“ erlebt wird, sondern als Spiel, Herausforderung oder kleines Abenteuer.

 

Regelmäßige körperliche Aktivität wird in Studien mit positiven Effekten auf Aufmerksamkeit, Selbstregulation, Stimmung, exekutive Funktionen und motorische Fähigkeiten bei Kindern mit ADHS in Verbindung gebracht. 

 

Besonders hilfreich scheinen Bewegungsformen zu sein, die Spaß machen, wiederholt werden können und Körper, Gleichgewicht, Koordination und Konzentration gleichzeitig ansprechen.

 

 

 

 

 

Warum Bewegung bei ADHS helfen kann

Kinder mit ADHS haben häufig Schwierigkeiten damit, Aufmerksamkeit zu halten, Impulse zu steuern oder längere Zeit ruhig zu sitzen. Bewegung kann helfen, diesen inneren Bewegungsdrang auf positive Weise zu nutzen.

 

Dabei geht es nicht darum, Kinder „auszupowern“, bis sie müde sind. Viel wichtiger ist gezielte, spielerische Bewegung, die dem Kind hilft, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und Bewegungen bewusst zu steuern.

 

Bewegung kann Kinder unterstützen, weil sie:

 

  • Energie sinnvoll kanalisiert
    Kinder mit viel Bewegungsdrang brauchen oft Möglichkeiten, aktiv zu sein. Kurze Bewegungseinheiten können helfen, Unruhe abzubauen und den Alltag strukturierter zu gestalten.
     
  • Körperwahrnehmung stärkt
    Beim Balancieren, Springen, Kippen oder Reagieren spüren Kinder ihren Körper intensiver. Sie lernen, wie viel Kraft sie brauchen, wie sie ihr Gleichgewicht halten und wie sie Bewegungen besser kontrollieren.
     
  • Selbstregulation fördern kann
    Viele Bewegungsspiele verlangen, dass Kinder starten, stoppen, warten, reagieren oder eine Aufgabe wiederholen. Genau solche Situationen können helfen, Impulskontrolle und Selbststeuerung spielerisch zu üben.
     
  • Konzentration aktiv einbindet
    Konzentration muss nicht immer am Schreibtisch stattfinden. Auch Bewegungsspiele können Aufmerksamkeit fordern: zuhören, reagieren, merken, balancieren, entscheiden.
     
  • Erfolgserlebnisse schafft
    Gerade Kinder, denen klassische Konzentrations- oder Bewegungsübungen schwerfallen, profitieren von kleinen Erfolgen. Wenn eine Aufgabe spielerisch gelingt, entsteht Motivation statt Frust.

 

 

 

 

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